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Steinchens Welt

Von mir kann man wirklich nicht behaupten, ich würde nicht kämpfen. 1998 und 1999 habe ich zwei schwere Krebsoperationen hinter mich gebracht. Ich habe keine linke Niere, keine Milz und keine Schilddrüse mehr. Ich habe Diabetes und lebe damit so gesund wie nur möglich. 2004 hatte ich einen schweren Schlaganfall, der mir mit seiner Aphasie die Sprache geraubt hat. Ich habe fünf Jahre lang Krankengymnastik gemacht, um meine spastischen Lähmungen zu beherrschen,. Ich habe fast zwei Jahre lang Logopädie gemacht, um wieder sprechen zu können und ich habe mich aus dem Rollstuhl herausgearbeitet, in dem ich 2008 noch unterwegs war.

Und heute?

Heute fahre ich wieder Motorrad. Ich arbeite als freier Schriftsteller und als Fotograf. Ich mache Reisen, um mir das Land ganz aufmerksam zu betrachten, in dem ich lebe. Ich denke darüber nach, welche Konsequenzen die Politik auch auf das Leben meiner Mitmenschen hat. Ich schaue ganz genau hin und halte in meinem Tagebuch und in meinen Blogs fest, was sich um mich herum ereignet. Ich scheue nicht, mich auf die Grundrechte unseres Grundgesetzes zu berufen, das für uns nicht nur Freiheit garantiert, sondern uns auch die Verpflichtung auferlegt, uns für unsere Freiheit und unsere Demokratie einzusetzen. Dazu gehört: zur Wahl gehen, aktiv am Leben teilnehmen und auch den Mund aufmachen. Kritische Betrachtung dessen, was in den Medien berichtet wird. Und lesen, was unsere Voreltern  uns an Wissen über die Geschichtsereignisse, die Kriege, die Diktaturen und all das Elend, was auch wir Deutschen über andere Menschen gebracht haben, aufgeschrieben haben.

Geschichte ist ein sehr kostbares Gut

Dazu ist aber auch wichtig, dass wir unseren Kindern und Enkeln etwas beibringen können. Zum Beispiel müssen wir uns dafür einsetzen, dass jeder Mensch lesen, schreiben und rechnen kann. Kann er das, weiß er sehr schnell mit den Zahlen umzugehen, die Gesetze und Verordnungen zu hinterfragen und die politischen Aussagen zu werten, die uns die Politik präsentiert. Wer lesen, schreiben und rechhnen kann, der ist ein kritischer Mensch. Wir haben 8% Analphabeten und 16% Teilanalphabeten in unserem Land! Warum wohl? Weil unsere Politiker keine kritischen Menschen mögen.

Ich sehe es als meine Aufgabe, den Menschen Mut zu machen, nachzudenken!
Ich sehe es als meine Aufgabe, den Menschen den Weg zu zeigen, wie sie selbst etwas für die Erhaltung ihrer Freiheit tun können.
Ich sehe es als meine Aufgabe, den Menschen zu zeigen, wie tief wir schon wieder im Faschismus verstrickt sind.


Wenn der Mensch aufhört zu lernen, ist es Zeit für ihn zu gehen!